
Introduction
Je suis un drôle d’animal, je suis une bête hybride : un oiseau de proie et un bovin à la fois. J’ai mes obsessions, des questions auxquelles je reviens sans cesse. Peu importent les périodes où je m’en éloigne : je finis toujours par à nouveau les rejoindre. Si je tourne autour du même noyau, c’est pour mieux l’approfondir. Les vérités intérieures prennent du temps à pleinement apparaître. Un objet se révèle entièrement à travers la sommes des différentes perspectives résultant des déplacements de l’observateur dans l’espace. Pour voir la totalité d’une chose matérielle, il faut l’examiner sous plusieurs angles. De même, il semblerait que l’image entière des vérités vécues émerge au gré des déplacements intérieurs de la personne. Elle se constitue au fil du temps.
Ainsi, donc, je prends de la hauteur puis je mastique longtemps. J’observe de loin, je m’assieds, je me lève. J’encercle ma proie, j’attrape mon morceau et je le mâche longuement : je transforme l’idée jusqu’à ce qu’elle fasse partie de moi. Puis je réalise qu’elle m’appartenait déjà, sous une forme légèrement différente. Les couleurs ont légèrement pâli, le trait est plus vif, mais c’est toujours elle ; elle est toujours là. La vérité personnelle est de nature duelle. C’est un mélange entre une intuition immédiate qu’on peut saisir de la main, et une conviction profonde issue des méditations du soi retiré en lui-même.
Ce sont des choses très variables qui me rappellent mes questions préférées. Du dedans ou du dehors, je finis toujours par y revenir. Parfois, c’est une vieille pensée que j’exhume d’un tiroir. Parfois, c’est une toute petite phrase dite par quelqu’un d’autre. Parfois, un objet me prend par la main et m’y mène (il me dit : « regarde ta vieille quête ! »). Souvent, c’est un texte qui pointe du doigt ceci, qui me rappelle cela. Je sais bien qu’en moi existe un mélange d’idée et d’expérience, d’intuition immédiate et de sentiment mûr que les pas ont tassé à l’intérieur. Je suis alors ramenée à cette couche que le temps fait grandir.
Ainsi, j’ai trouvé dans la biographie de Pierre Teilhard de Chardin écrite en allemand par Johannes Hemleben ces quelques mots. Ils m’ont rappelé les questions que je me pose sur la matière et l’idée, sur le profane et le sacré ainsi que sur le mystère de la vie disparue. Teilhard de Chardin a tenté dans son œuvre écrite et dans sa vie vécue de réunir le visible et l’invisible, la matière et l’idée. Il voyait dans la substance périssable les traces du Dieu éternel. Il a donc choisi de vivre en embrassant un certain nombre de paradoxes ; il a tenté de tenir ensemble des paires de contraires. Dans cet article, je ne parlerai pas de son parcours ni de ses textes. La biographie de Johannes Hemleben est très instructive à ce sujet. Je me contenterai de reproduire les passages de ce petit livre qui m’ont le plus marquée ; les voici.
„es gibt eine Kommunion mit Gott durch die Erde“
Ein Motto schickt Teilhard seinem Essay Das kosmische Leben voraus:
Es gibt eine Kommunion mit Gott
und es gibt eine Kommunion mit der Erde
und es gibt eine Kommunion mit Gott durch die Erde.
Wenn man versucht, diese drei Sätze meditierend zu verstehen, also nicht nur mit dem Verstande – hat man die Grundrichtung von Teilhards Herzanliegen verstanden: Kommunion durch die Erde mit Gott.
die Anhäufung unserer Sehnsucht
Während im zweiten Teil des Göttlichen Bereiches Teilhard dem Schicksal fast aller christlichen Mystiker verfällt und im Bemühen um Tiefe an Klarheit verliert, spricht Teilhard im dritten Teil und Epilog Weisheiten aus, die seiner Zukunftsahnung entstammen. Vor seinem Blick steigt, geboren aus dem Wehen und Schmerzen dieser Welt, eine neue Erde und ein neuer Himmel auf. Die Menschheit macht offensichtlich eine Wachstumskrise durch. Sie wird sich dunkel dessen bewußt, was ihr fehlt und was sie vermag. Teilhards Weltbild steigert sich hier zur eschatologischen Schau seiner Sehnsucht. Er verläßt den Boden des 20. Jahrhunderts und sucht neu zu beleben, was selbst dem Christentum unserer Zeit kaum nicht verständlich ist – die Endzeiterwartung der Urchristen: Die Erwartung, die bange, gemeinsame und tätige Erwartung eines Weltendes, das heißt eines Ausweges für die Welt, ist die christliche Aufgabe im höchsten Sinne… So wie die Israeliten durch Jahrhunderte ihrer Geschichte den Messias herbeigesehnt, erwartet haben, gilt es heute, die Parusie, die Wiederkunft Christi durch Menschenherzen zu ermöglichen. Die Israeliten sind ewig „Wartende“ gewesen – und die ersten Christen ebenfalls… Eine Anhäufung von Sehnsucht muß die Parusie anbrechen lassen.
Gott und die Welt vereinen
[Ihm kommt es darauf an,] seinen Mitchristen Hilfe zu leisten in der Zerreißprobe des zwischen Gott und die Welt Gestelltseins. Teilhards durchschaut die so weit verbreitete Schwäche des Christentums, aus Liebe zur göttlichen Welt die Erde zu verlieren. Aber ebenso sieht er die verbreitete, wirksame Gegengefahr unserer Zeit, aus Neigung zur Erde die göttliche Welt zu verraten. Zwischen Weltflucht und Weltsucht sucht er den Grat-Weg zu finden, dessen Ziel die Begegnung mit dem die Erde verwandelnden, im Äther aufleuchtenden Christus ist.
Jegliche Existenz, insbesondere die menschliche, beruht auf den zwei Komponenten : dem tätigen Handeln und dem erleidenden Empfangen, dem Tun und dem Widerfahren. Im Leben des Menschen geht es stets um die Polarität von Gott und Universum. Leidenschaftlich kämpft Teilhard gegen die Fahnenflüchtigen der Erde, gegen jegliche vermindernde Bewertung der menschlichen Arbeit zugunsten einer zu pflegenden Jenseitsbeziehung. Unter der für jeden Christen selbstverständlichen Voraussetzung, dass alles Leben im tiefsten Grunde Gnade, göttliches Geschenk ist, stellt Teilhard heraus, welch hohe Bedeutung dem menschlichen Tun auf Erden zukommt.
Reflexivität als die dem Menschen eigene Fähigkeit
So gipfelt für Teilhard der Verfolg der Entstehung und Entwicklung des Lebens von Pflanzen und Tieren in der Erkenntnis: Wenn die Säugetiere am Baum des Lebens einen Hauptzweig bilden, den Hauptzweig, so sind die Primaten, das heißt die Hirn- und Handwesen, die Spitze dieses Zweiges – und die Anthropoiden die Knospe zuhöchst auf dieser Spitze. […] Wann betrat der Mensch die Erde, und vor allem, was trat in dem Augenblick ein, als die Fähigkeit der Reflexion entstand, das Denken des Menschen tätig wurde? Auch das Tier hat ein gewisses Bewußtsein von sich selbst. Ganz gewiss, das Tier weiß. Aber sicher weiß es nicht, dass es weiß. Das aber macht das Wesen des Menschen aus, dass er ein Bewußtsein seines Bewußtseins hat.
Der Geist […] ist beladen mit den Hüllen der Materie
Wie auf jeder Seefahrt, nutzt er die Tage der äußeren und inneren Ruhe zu seelischen Reflexionen. Wahrhaftig, es existiert für mich nur mehr eine Art Welt des Geistes – aber wohlgemerkt nicht ein metaphysischer Geist im Sinne Hegels. Der Geist, den ich zu sehen meine, ist beladen mit den Hüllen der Materie. […] Je älter Teilhard wird, um so stärker betont er, daß er den Geist im Gewande der Materie, die Materie als die den Geist umhüllende Substanz sieht. Ein „absoluter Geist“, im Sinne Hegels, unabhängig von aller Materie, war ihm fremd.
die Außenseite und die Innenseite der Dinge
So spricht die Wissenschaft. Und ich glaube an die Wissenschaft. Aber hat sich die Wissenschaft bisher jemals die Mühe gegeben, die Welt anders als von der Außenseite der Dinge her zu betrachten?… Teilhard de Chardin hat sich diese Mühe gemacht. Sein ganzes Bestreben ist es, in „die Innenseite der Dinge“ einzudringen. [Er] lässt die naturwissenschaftlichen Vorstellungen unverändert und erkennt sie als die Sicht von außen, der er auf gedanklichem Wege eine Innenseite hinzufügen sich bemüht.
Nur wer von außen sieht, mag durch die Antworten der Naturwissenschaft zufriedengestellt werden. Für Teilhard aber hat jedwedes Ding, jeglicher Naturvorgang, alle Entwicklung von Welt, Erde und Mensch ein „Außen“ und ein „Innen“. Am Blick des Menschen liegt es, durch die Erscheinung, das Phänomen, bis in das „Innen“ vorzudringen. Der Mensch im Kosmos ist Teilhards großangelegter Versuch, die Erscheinungswelt als gewordenes Sein von innen her zu verstehen. […] Der Innenseite der Dinge ebenso wie ihrer Außenseite gerecht [werden] – dem Geist ebenso wie der Materie. Auch der Materie gegenüber vertritt er die Überzeugung: Es gibt eine Innenseite der Dinge, die ebenso weit sich erstreckt wir ihre Außenseite.